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Göteborg: Fünf Erlebnisse in einer der nachhaltigsten Städte der Welt

(c) Beatrice Tornros

Göteborg zeigt Verantwortung und gilt als eine der nachhaltigsten Städte der Welt. 2021 führt die Stadt an der Westküste Schwedens zum fünften Mal in Folge den Global Destination Sustainability Index an. Reisende dürfen sich auch in der Zukunft über eine Bandbreite an Erlebnissen freuen, die Umwelt und Gesellschaft in den Mittelpunkt des Geschehens stellen. Mit Initiativen wie „Din plats i staden” (Dein Platz in der Stadt) oder Verleihstationen für Kajaks, die nach dem Prinzip der Selbstbedienung funktionieren, kann das nachhaltige Göteborg mit neuen Elementen punkten. 

 Zurück zur Natur: The Edible Country

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The Edible Country (c) Tina Stafrén

The Edible Country (c) Tina Stafrén

Ein robuster Eichentisch, der idyllische Stens-See und heimische Produkte: „The Edible Country“ ist ein Essenserlebnis der besonderen Art. Zwölf Personen finden an der Tafel Platz, gespeist wird inmitten der Natur im Kulturreservat Gunnebo. Do-it-Yourself lautet das Motto: Ein Korb mit den notwendigen Zutaten, frisch gebackenem Brot aus der Gunnebo-Bäckerei und allen notwendigen Utensilien zur Vorbereitung der Mahlzeit werden gestellt. Dazu gibt es einen Hinweis, wo im Reservat sich der Tisch befindet, Rezepte der Gunnebo-Köche für die gemeinsame Zubereitung sowie die besten Tipps für die Verfeinerung des Mahls mit Kräutern und Beeren aus der Umgebung.

Eine Stadt für alle: Finde deinen Platz

Oasen der Ruhe, eine Partie Schach unter freiem Himmel, ein bequemes Sofa für die Mittagspause: Mit der Initiative „Din plats i staden“ lädt Göteborg Besucher und Einheimische gleichermaßen zu einem Treffen ein. Insgesamt 16 Orte umfasst die Initiative, die den Menschen in den Mittelpunkt des Geschehens stellt. Wo früher Autos parkten, findet sich jetzt eine gemütliche Sitzecke. Ein einstiger Kreisverkehr wird zum Treffpunkt. Die Gröna Gatan – eine Fußgängerzone – lädt mit ihren Kunstwerken zum Verweilen und Philosophieren ein. Lebendig, grün und sicher – drei Adjektive, die sich Göteborg als Ziel für die Zukunft gesetzt hat. „Dein Platz in der Stadt“ ist ein erster Schritt in diese Richtung.

Citytour auf Wasserwegen: Kajakverleih im 21. Jahrhundert

Kajakfahrer auf dem Wassergraben in der Nähe des Drottningtorget im Zentrum von Göteborg (c) Beatrice Tornros

Kayakomat lautet das Zauberwort für Wassersportler in Göteborg. Wer in der schwedischen Stadt auf Entdeckungstour gehen möchte, der kann auf eine der zahlreichen Kajak-Verleihstationen zurückgreifen, die in den letzten Jahren geschaffen wurden. Point 65 Sweden, einer der führenden Outdoor-Anbieter für Kajaks in Schweden, setzt nun auf die Selbstbedienung an gleich vier Orten in Göteborg. Über eine App lässt sich das Kajak unkompliziert auswählen und buchen, eine E-Mail informiert zum Gebrauch und der sicheren Nutzung. Jedes Kajak ist selbstredend mit einer Schwimmweste ausgestattet. Aber: Nicht nur Göteborg ist ein Eldorado für Kanuten, auch der Göteborger Schärengarten sowie die umliegenden Seen sind für eine Entdeckung zu Wasser prädestiniert.

Unterwegs im Schärengarten: Angelsafari auf Hönö

Insel Hönö (c) Peter Kvarnström
„Divers Against Ghost Nets“ (c) Happy VisualsGöteborg & Co

Die beste Zeit, im Göteborger Schärengarten auf Muschelfang zu gehen, sind die Monate April bis Oktober. Auch das Unternehmen Kastor Boat Trips hat sich der Nachhaltigkeit verschrieben: Für die Touren kommen vor Ort gebaute Boote mit Zweizylindermotoren zum Einsatz; in die Jahre gekommene Exemplare, die auf umweltschonende Weise wieder instandgesetzt wurden und sehr kraftstoffsparend sind. Gefischt wird nur so viel, wie nötig. Negative Einflüsse auf die Umwelt sind im Schärengarten schwer zu finden, dies soll auch in der Zukunft so bleiben. Die Initiative „Divers Against Ghost Nets“ ist dabei eine helfende Hand: Ihre Aufgabe ist es Netze, Werkzeuge, etc. aus dem Meer zu fischen und so die Unterwasserwelt mit ihren Lebewesen vor externen Einflüssen zu schützen.

Das neue Alte: Second-Hand-Shopping in Göteborg

Nudie jeans Repair Shop (c) TINA STAFREN

Second Hand (c) Elisabeth Dunker

Umweltfreundlich und individuell: Wer durch Göteborgs Viertel flaniert, der wird früher oder später auf einen der zahlreichen Läden stoßen, die Kleidung, Möbel und Einrichtungsgegenstände jeglicher Art aus zweiter Hand anbieten. Ob im 800 Quadratmeter großen Holmens marknad, im kleinen Kvillehyllan – wo jedermann ein Regal mieten und seine Sachen verkaufen kann – oder im Beyond Retro mit Vintage-Stücken hauptsächlich aus den USA und Kanada; das Angebot lässt sich sehen und mit gutem Gewissen konsumieren. Für die obligatorische Fika zwischendurch laden vegetarische und vegane Restaurants und Cafés wie das Blackbird, das Kafé Gapet und das Musikens Hus & Café zu einer gesunden Pause ein.

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