Home Genuss Heckenwirtschaft oder Sternerestaurant? Sechs Tipps für eine gelungene Einkehr im Fränkischen Weinland

Heckenwirtschaft oder Sternerestaurant? Sechs Tipps für eine gelungene Einkehr im Fränkischen Weinland

von Anne von Heydebrand
Volkacher Mainschleife, Photo by Bernd M. Schell on Unsplash

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Ob Heckenwirtschaft, Vinothek oder gehobene Gastronomie: Wer etwas für Genuss übrighat, wird im Fränkischen Weinland auf jeden Fall glücklich. Während renommierte Sternerestaurants, wie das Kuno 1408 in Würzburg, mit kulinarischer Raffinesse überzeugen, sorgen in romantischen Weinstuben gerade die Klassiker für authentische Genussmomente. Die regionalen Köstlichkeiten haben aber auch eines gemeinsam: Ein vollmundiger Frankenwein ist immer der passende Begleiter. Sechs besonders empfehlenswerte Möglichkeiten zur Einkehr im Fränkischen Weinland:

Traditionelle Heckenwirtschaften

Die Heckenwirtschaft ist in Franken ein saisonal geöffneter Gastbetrieb, in dem Winzer ihren Wein direkt vermarkten. Hier schenkt also der Weinbauer seinen Wein in den eigenen Räumlichkeiten aus. Die Gaststuben können dabei ganz unterschiedlich gestaltet sein: Manche ähneln einer richtigen Gaststätte, es kann aber auch eine einfache Scheune mit Sitzbänken sein. Meist findet der Ausschank in der Probierstube des Weinguts statt. Der Begriff „Häckerwirtschaft“ leitet sich vom „Häcker“ – fränkisch für Winzer – ab. Zudem geht der Name auch auf die „Hecke“ zurück: Um zu zeigen, dass eine Wirtschaft geöffnet hat, wurden früher Zweige und Kränze in die Fenster gehängt. Die Zweige galten als Symbol für die von Hecken eingesäumten Weinberge. Für den Ausschank in der Heckenwirtschaft gelten feste Regeln: So darf die Wirtschaft beispielsweise nicht das ganze Jahr über geöffnet haben, zudem dürfen keine fremden Weine und nur einfache Speisen angeboten werden. Dafür ist die Heckenwirtschaft kein erlaubnispflichtiger Gaststättenbetrieb. Heute haben viele Betreiber von Heckenwirtschaften allerdings dennoch eine Gaststättenkonzession.

Schoppen im Wengert, Weingut Glaser, Nordheim

Im Weingut Glaser steht alles unter dem Motto „Wein erleben – mit allen Sinnen“. Denn neben den erlesenen Weinen und handgemachten Tapas ist hier vor allem die Location atemberaubend: Auf der Terrasse haben Gäste einen wunderbaren Blick auf die Weinberge und können an einem lauen Sommerabend ein kühles Glas „Summerwine“ genießen.

Heckenwirtschaft im Weingut Galena, Sommerach

Die lockere Atmosphäre in der Heckenwirtschaft und im Innenhof des Weinguts Galena laden dazu ein, die Seele bei fränkischen Spezialitäten und den hauseigenen Weinen baumeln zu lassen. Serviert werden hier saisonale Leckereien wie beispielsweise Wildspezialitäten oder eine Herbstbrotzeit mit dreierlei Butter und Winzer-Käse. Wer sich danach noch nach einem hochprozentigen Abschluss sehnt, probiert die edlen Brände aus der eigenen Brennerei.

Weinstube im Weingut Krämer, Obereisenheim

Unter den mit Efeu bewachsenen Balken im Freien sitzen und gemeinsam mit dem Winzer ein Gläschen des hauseigenen Weines trinken: Genau das erwartet den Gast in der Weinstube Krämer. Im Glas findet er hier vor allem klassische Rebsorten wie Silvaner, Riesling oder Müller-Thurgau, die im Weingut gegenüber zu edlen Tropfen heranreifen. Die Weinstube im Weingut Krämer serviert außerdem Fischspezialitäten, wie gebackenen Meefischli, geräucherte Forelle oder Karpfenschinken.

Sterneküche im Fränkischen Weinland

Wer bei Sterneküche nur an internationale Metropolen oder höchstens noch an die deutschen Großstädte wie Berlin und Hamburg denkt, verpasst das Beste. Auch in Franken gibt es hervorragende Restaurants auf hohem Niveau – mit und ohne Stern. Einfache und traditionelle fränkische Zutaten wie frischer Fisch, Spargel, Weiderind und Weidelamm eignen sich hervorragend für die gehobene Küche.

Restaurant Weinstock im Romantik Hotel Zur Schwane, Volkach

„Nose to Tail bei Fleisch und Gemüse“, so beschreibt die neue Küchenchefin Cornelia Fischer ihren ganzheitlichen Ansatz. Eine Karotte beispielweise bestehe aus der Wurzel sowie aus dem herrlichen Grün, was beides perfekt verarbeitet und gegessen werden könne. Genauso sei es bei einem Tier, es bestehe nicht nur aus Filet und Entrecote. „Kopf, Schwanz und Herz sind mindestens genauso köstlich“, so Fischer. Geschmacklich begeistert die Köchin, indem sie klassische Küche mit modernen Nuancen aufwertet: Geschmorte Lammstelze mit Rosmarin-Tomaten-Gnocchi ist nur eine der vielen kulinarischen Besonderheiten.

Restaurant Kuno 1408 im Hotel Rebstock, Würzburg

Im Sternerestaurant Kuno 1408 in Würzburg begeistert Küchenmeister Daniel Schröder mit französisch inspirierter, fränkischer Feinschmeckerküche. Seine Erfahrung aus einigen der besten Restaurants Deutschlands nutzt er für seine ganz besonderen Kreationen: Kombinationen aus Wachteln mit Karotte, Haselnuss und Erbse sind nur ein Beispiel für seine makellose Kochkunst. Seit über 600 Jahren versteht es das Traditionshaus, gehobene Ansprüche mit dem aktuellen Zeitgeist zu vereinen.

Reisers am Stein, Würzburg

Sterneküche ohne Zwang: Das Reisers am Stein kombiniert eine lockere Atmosphäre mit ausgezeichneter Kulinarik. Damit ist hier der perfekte Ort für jeden, der Lust auf unkomplizierte Perfektion hat. Zu einem echten Highlight ist der „Easy Monday“ geworden, bei dem die Auszubildenden die Küche übernehmen und ihr Können beweisen. Wer sich der klassischen Sterneküche hingeben möchte, den erwarten hier Variationen aus Produkten wie glasiertem Kalbsbries oder gebeiztem Adlerfisch.

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