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Wintercamping: 5 Tipps für den Urlaub im Wohnmobil bei Eis und Schnee

von Anna Müller

Wohnmobil-Urlaub in einer hübsch verschneiten Landschaft kann ein besonderes Erlebnis sein – wenn das Fahrzeug an die harschen Bedingungen angepasst ist. Eine Unterscheidung ist hier zentral: Ist das Gefährt wintertauglich oder winterfest?

 Wintertaugliche Wohnmobile eignen sich nur für Außentemperaturen bis null Grad und nicht weniger, erklärt der Tüv-Verband. Die Fahrzeuge verfügten nur über eine bedingt frostfeste Wasseranlage. Die Leistung der Heizung sei außerdem schwächer.

– Winterfeste Wohnmobile funktionieren dagegen auch bei Minusgraden. Der Tüv-Verband verweist auf die europäische Norm EN1646-1, die besagt: Der Innenraum winterfester Wohnmobile muss sich bei einer Außentemperatur von minus 15 Grad innerhalb von zwei Stunden auf 20 Grad erwärmen lassen. Die Wasseranlage muss frostfrei bleiben und einwandfrei funktionieren. Die Batterien sollten nachgeladen und getauscht werden können.

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Richtiges Lüften und Heizen sind beim Wintercamping wichtig

Richtiges Heizen und Lüften im Wohnmobil seien «das A und O beim Wintercamping», betont der Tüv-Verband. Die Durchlüftung aber werde immer wieder unterschätzt – wie in einer Wohnung oft auch. Die Folge: Schwitzwasser und Feuchtigkeit im Fahrzeug. Die Experten raten daher zu jeweils fünf Minuten Stoßlüften immer morgens und abends.

Das Heizen ist im Winter nicht nur für die Insassen elementar, sondern auch fürs Wohnmobil: Es verhindert, dass Wasser in Leitungen und Tanks einfriert. Auch der Abwassertank, der meist außerhalb des beheizten Innenraums liegt, sollte warm gehalten werden. Der Tüv-Verband empfiehlt eine elektronische Heizung für den Abwassertank oder eine Einbindung des Wassertanks in die Luftheizung.

Für die Versorgung sollten Wintercamper einen Campingplatz wählen, auf dem sich Gasflaschen austauschen oder nachfüllen lassen. Um die volle Leistung der Batterien zu erhalten, sollte man das Fahrzeug so oft wie möglich ans Stromnetz anschließen, raten die Fachleute.

Was Reisende beim Wintercamping noch dabei haben sollten

Empfehlenswert ist den Experten zufolge Winterausstattung, die den Campingurlaub in der kalten Jahreszeit angenehmer macht. Dazu zählen Isoliermatten für Fenster und Fußboden, elektrische Heizmatten für warme Füße, eine Thermohaube über der kompletten Front gegen ein Vereisen der Windschutzscheibe, Eiskratzer und Defrosterspray. Auch Schneeketten sollten an Bord sein.

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Wintercamping: Wintertaugliche Wohnmobile sind nur bis null Grad geeignet

Wohnmobil-Urlaub in einer hübsch verschneiten Landschaft kann ein besonderes Erlebnis sein – wenn das Fahrzeug an die harschen Bedingungen angepasst ist. Wintertaugliche Wohnmobile eignen sich nur für Außentemperaturen bis null Grad, erklärt der Tüv-Verband. Die Fahrzeuge verfügten nur über eine bedingt frostfeste Wasseranlage. Die Leistung der Heizung sei außerdem schwächer.

Winterfeste Wohnmobile funktionieren dagegen auch bei Minusgraden. Der Tüv-Verband verweist auf die europäische Norm EN1646-1, die besagt: Der Innenraum winterfester Wohnmobile muss sich bei einer Außentemperatur von minus 15 Grad innerhalb von zwei Stunden auf 20 Grad erwärmen lassen. Die Wasseranlage muss frostfrei bleiben und einwandfrei funktionieren. Die Batterien sollten nachgeladen und getauscht werden können.

Wintercamping besonders in einigen Thüringer Regionen nachgefragt

In Thüringen ist Winter-Camping beliebt – aber nur in Regionen mit Winteraktivitäten. So sind Wohnmobilstellplätze etwa im Thüringer Wald oder in Erfurt gefragt, Stellplätze in Greiz oder Rudolstadt hingegen verzeichnen nahezu keine Anfragen für den Winter, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab.

Der Wohnmobilstellplatz Tor zur Stadt Erfurt verzeichnet eine erhöhte Nachfrage in der Weihnachtszeit. «In den Adventswochenenden sind wir fast komplett ausgebucht», sagte eine Sprecherin. Der Grund dafür sei der Erfurter Weihnachtsmarkt. Er zähle zu den größten in Ostdeutschland und dieses Jahr soll es ihn mit 2G-Regeln geben können.

Im Thüringer Wald locken Wintersportarten. Etwa Skifahren oder Rennrodeln seien der Grund für mehr Anfragen in den Wintermonaten, teilte der Campingplatz Ferienpark Thüringer Wald mit. Die Auslastung sei trotzdem nicht mit der aus den Sommermonaten zu vergleichen – ein Viertel des Platzes solle im Winter ausgebucht sein, sagte die Sprecherin.

«Für Winter-Camping sind wir am falschen Standort», hieß es hingegen vom Stellplatz SaaleStrand in Rudolstadt. Hier sei der Urlaub im Camper oder mit dem Zelt fast gar nicht gefragt.

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