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Volle Züge in Zeiten von Corona – So schützen sich Reisende vor einer Infektion

von Anne von Heydebrand

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Lokführer streiken, der Großteil der Verbindungen fällt aus. Die Folge: Die noch fahrenden Züge sind voller. Angesichts der Pandemie ist das nicht optimal. Wie sich Fahrgäste jetzt schützen.

Aktuell bestreikt die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) die Deutsche Bahn. Der Großteil der Verbindungen fällt aus, die restlichen Züge sind voller, Abstandsregeln sind kaum einzuhalten. Doch es gibt Wege, sich vor einer Corona-Infektion besser zu schützen.

Die Bahn will während des Streiks nach eigenen Angaben Züge mit größtmöglicher Sitzplatzkapazität einsetzen. Auch der Reservierungsstopp bei einer Auslastung von 50 Prozent, wie es ihn zuletzt coronabedingt gegeben hat, ist während des Streiks ausgesetzt.

Wer kann, reist am Vormittag

Dass Reisende unter diesen Umständen einen Sicherheitsabstand von 1,5 Metern einhalten können, hält Detlef Neuß, Bundesvorsitzender des Fahrgastverbands Pro Bahn, für ausgeschlossen. Er rät daher, zumindest nicht während der Hauptverkehrszeiten am Morgen oder am Nachmittag zu reisen oder mit entsprechend gültigem Ticket in die erste Klasse auszuweichen.

Die Bahn empfiehlt das Tragen einer FFP2-Maske statt nur einer medizinischen Maske, in einigen Bundesländern ist das sogar Pflicht. Auch wenn das bei einer stundenlangen Fahrt bei warmen Sommertemperaturen schwer fällt, Neuß rät, dass man die Masken auch während der gesamten Fahrt korrekt tragen sollte.

Türen sollten sich automatisch öffnen

Außerdem sollten Fahrgäste ihre Hände möglichst regelmäßig desinfizieren. Haltestangen und Türöffner sollten nicht berührt werden, auch wenn diese unterwegs gereinigt würden. Derzeit sei Letzteres auch nicht nötig – in aller Regel öffneten die Türen am Bahnhof aktuell von selbst, so der Bahnexperte.

Grundsätzlich gilt: Wer nicht unbedingt reisen muss, sollte seine Fahrt verschieben. «Die Ansteckungsgefahr ist im öffentlichen Personenverkehr, durch Studien belegt, zwar gering. Unnötige Gefahren, auch wenn sie gering sind, sollte man aber immer vermeiden», sagt Neuß. (dpa)

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