Home Genuss und Kulinarik Veganes Weihnachtsessen: 5 Hotels verraten ihre besten Rezepte zum Nachkochen + 1 Influencer Rezept
Veganes Weihnachtsessen

Veganes Weihnachtsessen: 5 Hotels verraten ihre besten Rezepte zum Nachkochen + 1 Influencer Rezept

von Anne von Heydebrand

Warum auf den „Veganuary“ warten und nicht schon in der Adventszeit Gutes für sich und die Umwelt tun? Die „stade Zeit“ steht vor der Tür – und damit Zeit für Ruhe, Achtsamkeit und viele Genussmomente, die dank veganer Köstlichkeiten auch noch gesund sein können. Aber kann Veganes Weihnachtsessen schmecken? Die Auswahl leckerer Alternativen zu Weihnachtsgans, Lebkuchen, Glühwein & Co. reicht vom wärmenden Frühstücksrezept aus dem Naturhotel Lüsnerhof in Südtirol und der deftigen Suppe von Bayern-Botschafterin Silvia Beyer über eine feine Nachspeise aus dem Interalpen-Hotel Tyrol und den festlich inspirierten Cocktail des Hotel Beethoven Wien bis hin zum veganen Fine Dining-Rezept á la Swissôtel Kursaal Bern:

Veganes Weihnachtsessen: Winterliches „Kürbis-Apfelporridge“ aus dem Naturhotel Lüsnerhof


Für einen Kick-Start in den Tag, verrät das Südtiroler Vier-Sterne-Superior Naturhotel Lüsnerhof ein wärmendes Porridge-Rezept aus seiner Naturküche. Für das Kürbis-Apfelporridge für zwei Personen werden 600g Hokkaido Kürbis, zwei kleine Äpfel, ein Esslöffel Kokosöl, fünf Esslöffel frischer Orangensaft, eine Prise Salz, zwei Teelöffel Bio-Ahornsirup, 100g feine Haferflocken, 450ml Hafer- oder Nussmilch sowie Kakao-Nibs und Walnüsse zum Garnieren benötigt. Zubereitung: Zunächst werden Kürbis und Äpfel geschält, vom Kerngehäuse befreit und in Würfel geschnitten. Die Kürbiswürfel anschließend in einem Topf mit Kokosöl und Orangensaft fünf bis acht Minuten dünsten, bevor die Apfelwürfel zusammen mit einer Prise Salz und Ahornsirup für zwei bis drei Minuten hinzugegeben werden bis alles bissfest ist. Nun wird eine Hälfte der Kürbis-Apfel-Masse püriert. Die Haferflocken im restlichen Kokosöl rösten, die pürierte Masse sowie Hafer- oder Nussmilch hinzugegeben und drei bis vier Minuten zu einem cremigen Brei aufkochen. Abgerundet wird das vegane Weihnachtsrezept mit einem Hauch Zimt und frisch gemahlener Vanille und schließlich mit den restlichen Kürbis- und Apfelstückchen, Kakaonibs und Nüssen getoppt.

Veganes Weihnachtsessen: „Alb-Leisa-Linsensuppe“ für bayerisches Flair


Bayern-Botschafterin Silvia Beyer ist die erste Hüttenwirtin der Alpen, die auf ihrer urigen Hündeleskopfhütte in Pfronten vollkommen auf Fleisch verzichtet. Mit der „Alb-Leisa-Linsensuppe“ zaubert sie nicht nur original-bayerisches Flair, sondern auch eine umweltfreundliche vegane Alternative in den Suppentopf.

Veganes Weihnachtsessen
Bayern-Botschafterin Silvia Beyer serviert die deftige „Alb-Leisa-Linsensuppe“ © erlebe.bayern_Guido Schmelich

Für vier Personen werden 400g einer Sorte Bio Alb-Leisa Linsen, Berglinsen oder Belugalinsen, eine große Zwiebel, zwei Karotten, eine halbe Sellerieknolle, eine halbe Stange Lauch, sechs Esslöffel Sonnenblumenöl, 0,5l Wasser, ein Teelöffel Paprikapulver, scharffrischer Pfeffer aus der Mühle, ein Teelöffel Salz, ein Teelöffel Curry, etwas frischer oder getrockneter Thymian und je nach Geschmack etwas Gemüsebrühe benötigt. Zubereitung: Im ersten Schritt werden die Zwiebel, der Lauch, die Sellerieknolle und die Karotten geschält und in kleine Würfel geschnitten, um diese anschließend für etwa fünf Minuten im zuvor erhitzten Sonnenblumenöl anzuschwitzen. Danach werden die Linsen hinzugegeben, für fünf bis zehn Minuten angeröstet, mit Wasser aufgegossen und schließlich einmal aufgekocht. Nach 20- bis 30-minütigem Köcheln wird die Suppe mit Paprikapulver, Curry, Pfeffer, Thymian und Gemüsebrühe abgeschmeckt und kann schließlich mit beliebigen Toppings verziert werden.

Veganes Weihnachtsessen: Apfel-Mohnkuchen mit Spekulatiusstreuseln aus dem Interalpen-Hotel Tyrol

Um sich den Tag zu versüßen, wartet das Fünf-Sterne-Superior Interalpen-Hotel Tyrol mit einem köstlich-winterlichen Dessert auf: Michael Hollaus, von Gault&Millau Österreich als Patissier des Jahres 2021 ausgezeichneter Chef Patissier im Interalpen-Hotel Tyrol, begeistert mit einer veganen Variante eines Apfel-Mohnkuchens mit aromatischen Spekulatiusstreuseln. Für den Teig werden 125g Kokosblütenzucker, 250g kaltes Wasser, 100g Olivenöl, zwei Esslöffel Backpulver,  250g Mehl, 100g geriebene Haselnüsse, 100g geriebener Blaumohn oder Graumohn, eine Zitrone, eine Orange, acht Äpfel und eine Prise Salz sowie Zimt, Vanille, Muskatnuss und geriebener Ingwer benötigt. Zubereitung: Zunächst Kokosblütenzucker, kaltes Wasser, Olivenöl, Backpulver, Mehl, Walnüsse, Kürbiskerne, Zitronen- und Orangenschale sowie das Salz und die Gewürze in einer Küchenmaschine für vier Minuten auf höchster Stufe aufschlagen und anschließend in einen mit Backpapier ausgelegten Tortenring füllen. Im nächsten Schritt werden die Äpfel in Spalten geschnitten, mit Zitronen- sowie Orangensaft beträufelt und auf der Masse verteilt. Für die knusprigen Spekulatiusstreusel werden 100g Kokosfett, 150g Mehl, 150g geriebene Mandeln oder Haselnüsse, 50g Speisestärke, 100g brauner Zucker, zwei Teelöffel Spekulatiusgewürz, ein Teelöffel Salz sowie eine Prise Pfeffer und Zimt zu einer Masse verknetet und anschließend auf dem Kuchen verstreut. Danach wird der Kuchen im auf 180°C vorgeheizten Backofen für 40 bis 45 Minuten gebacken. Nach dem Auskühlen nach Belieben mit Puderzucker oder geschlagener pflanzlicher Sahne verzieren. 

Veganes Weihnachtsessen: Auf Salz gebackener Sellerie an Baumnuss und Apfel mit Trüffel aus dem Swissôtel Kursaal Bern

Dass Haute Cuisine auch in vegan geht, beweist Sternekoch Fabian Raffeiner, der in den beiden Restaurants des Swissôtel Kursaal Bern saisonale Kreationen auf die Teller der Gäste zaubert – als Fine Dining-Gericht für die Weihnachtszeit empfiehlt er seine Selleriesteaks an Baumnuss und Apfel-Selleriesalat

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Dass Haute Cuisine auch in vegan geht, beweist das Gourmetrezept aus dem Swissôtel Kursaal Bern
© Swissôtel Kursaal Bern

Zubereitung: 1 kg grobkörniges Salz auf einem Backblech verteilen, drei große Sellerieknollen darauf geben und im vorgeheizten Backofen bei 170°C Umluft ca. zwei Stunden garen. Danach die Knollen vom Salzbett nehmen und für zwei bis drei Stunden auskühlen lassen. Mit einem Messer schälen, die Schalen in einem Topf  in drei Liter Wasser kochen. Den Fond nach einer Stunde abpassieren und bei geringer Hitze einkochen lassen, bis der Selleriejus in Form einer dunklen Glace entsteht. Die erkalteten Sellerieknollen halbieren und salzen, in Sonnenblumenöl wenden und im Ofen bei 160 °C Umluft für ca. 15 – 20 min bräunen. Für die Baumnusspaste 400 g Walnussstücke in einem leistungsstarken Püriergerät o. ä. mit etwas Salz mixen, bis es eine sehr cremig-ölige Paste entsteht. Für den Sellerie-Apfelsaft 2kg Stangensellerie von den Blättern befreien, waschen und in kleine Stücke schneiden; gemeinsam mit 2 kg gewaschenen und entkernten Äpfeln in einen Entsafter geben. Den Saft mit 50 ml Verjus in einem Topf auf ein Drittel der Gesamtmenge reduzieren, mit einem Teelöffel Maisstärke abbinden und erkalten lassen. Wer keinen Entsafter zuhause hat, kann sich mit fertigem Apfelsaft behelfen. Für den rohen Apfel-Selleriesalat werden ein Stangensellerie, ein grüner Apfel, 80 – 100 g Walnusskerne, 10 ml Rapsöl und eine Prise Salz benötigt. Das Obst und Gemüse waschen, die Fäden des Sellerie ziehen und mit einem Gemüsehobel in sehr feine Streifen hobeln. Für ca. ein bis zwei Stunden in Eiswasser gelegt, bleibt der Sellerie schön knackig. Den Apfel ebenfalls in sehr feine Streifen schneiden. Den Stangensellerie aus dem Eiswasser nehmen, trocknen und mit Apfelstreifen, Rapsöl, Walnusskernen und Salz ein einer Schüssel vermengen. Anrichten: Die Baumnusspaste mit einem Löffel in den Teller drapieren, das angebratene Selleriesteak darauf setzen, mit dem Selleriejus übergießen und den Sellerie-Apfelsaft darüber träufeln. Den rohen Sellerie-Apfelsalat auf dem Selleriesteak anrichten und nach Belieben Trüffel darüber reiben.

Veganes Weihnachtsessen: Grätzl Mule aus der Lvdwig Bar im Hotel Beethoven Wien

Den passenden veganen Drink zum Anstoßen auf die Feiertage serviert das Hotel Beethoven am Wiener Naschmarkt. Barchefin der im Januar 2020 eröffneten Lvdwig Bar und „Falstaff Barwoman of the Year 21“ sowie „Bartender of the Year“ von Rolling Pin, Isabella Lombardo, ist für ihre originellen Cocktails bekannt und verrät nun das Rezept ihres veganen „Grätzl Mule“.

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Mit dem „Grätzl Mule“ aus dem Hotel Beethoven Wien auf die Festtage anstoßen © Colin Cyrus

Grätzl steht in Österreich dabei umgangssprachlich für einen Teil eines Wohnviertels. Für den Drink werden vier Zentiliter Wodka, zwei Zentiliter Limettensaft, zwei Zentiliter eines Sirups aus Langpfeffer und Kardamom sowie Gingerbeer und goldenes Olivenöl gemixt und schließlich mit Eiswürfeln serviert.

Ein ganz persönliches veganes Weihnachtsessen von einer lieben Freundinn

Als Mamma von 2 Kindern ist es nicht ungewöhnlich das Iris auf gesundes Essen achtet. Die Ideen dazu teilt Sie gern mit Ihren Freunden auf Instagram. Aus dieser kleinen Idee ist mittlerweile ein etwas größerer Account mit mehr als 2.000 Followern geworden. Hier nun der Post zu einem Veganen Weihnachtsessen.

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